09 Dez 2006

Schulchor bei den „Bläck Fööss“

Schulchor bei den „Bläck Fööss“

 

Lernen von den Profis: Der Schermbecker Gesamtschul-Chor übte mit „Bömmel“ Lückerath (re) und Hartmut Prieß von den Bläck Fööss Lieder ein. Das Mädchen am Mikrofon ist Nikoletta Henzel.

Bläck Fööss singen in Schermbeck

Schermbeck:   Kultband gefiel Auftritt mit Gesamtschülern so gut, dass es noch vor den Sommerferien einen weiteren in Schermbeck geben soll. Außerdem sind die 70 jungen Sänger als Background-Chor zu hören, wenn die Bläck Fööss ihr NRW-Lied auf CD aufnehmen.

Der Chor der Schermbecker Gesamtschule stand am Donnerstag mit den Bläck Fööss auf der Bühne. Möglich gemacht hat’s Musiklehrer und Chorleiter Peter Apfelbeck. Der Hildener tritt seit einigen Jahren im Kölner Karneval als Gitarrist mit der Colonia-Danceband auf, und die „Füße“ sind immer dabei. Jetzt wollen sie sogar nach Schermbeck kommen und mit den Gesamtschülern ein Lied aufnehmen. Mit Apfelbeck sprach RP-Redakteur Gerd Heiming.

Heiming:
Mit einem Wort: Wie war’s?
Apfelbeck:  Gigantisch!
Heiming:
Sie dürfen jetzt konkreter werden.
Apfelbeck:  Das Konzert fand vor 250 Zuhörern in der Theodor-Heuss-Realschule Leverkusen statt. Dort unterrichtet meine Frau Gabi. Auf der Bühne standen die Bläck Fööss mit den beiden Schulchören aus Schermbeck und Leverkusen.
Heiming:
Wie waren die Stimmanteile?
Apfelbeck:  In beiden Chören singen jeweils etwa 70 Jugendliche, die Bläck Fööss waren in halber Besetzung vertreten: mit Gitarrist und Sänger Günter Lückerath, genannt Bömmel, Bassist Hartmut Prieß und Sänger Kafi Biermann.
Heiming:
Ihr Chor hatte in Schermbeck acht Stücke der Bläck Fööss eingeübt, an denen zunächst in einem Workshop mit der Band gefeilt werden sollte.
Apfelbeck:  So war’s geplant, ja. Aber eigentlich war es von Anfang an ein Konzert. Die Zuhörer in der rappelvollen Aula, darunter 50 Eltern von Schermbecker Schülern, hatten Liedzettel und haben bei den bekannten Refrains mitgesungen.
Heiming:
Was natürlich keinen gestört hat.
Apfelbeck:  Die Bläck Fööss sind nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen. Sie haben nett und geduldig mit den Schülern geübt und ihnen Tipps gegeben, wie man mehr Spannung und Dynamik reinbringt, Töne klarer und Vokale kürzer singt. Natürlich haben die Jungs nur Kölsch geredet, so dass ich nicht sicher bin, ob jeder alles verstanden hat. Aber das Ergebnis hat auf jeden Fall gestimmt. Nach dem Konzert haben sich unsere Schüler vor den Bläck Fööss aufgebaut und in Fußballer-Manier gerufen: „Wir woll’n euch wiedersehn!“
Heiming:
Wie stehen die Chancen?
Apfelbeck:  Bestens! In der Nachbesprechung haben die Bläck Fööss zugesagt, so einen gemeinsamen Auftritt noch einmal zu machen. Das soll noch vor den nächsten Sommerferien passieren, und zwar bei uns in Schermbeck.
Heiming:
Das ist ja ein Knaller!
Apfelbeck:  Und es gibt noch einen zweiten: Die Bläck Fööss wollen das NRW-Lied, das sie zum 60-jährigen Bestehen von Nordrhein-Westfalen komponiert haben, neu auf CD aufnehmen. Die Chöre aus Schermbeck und Leverkusen sind für den Background-Gesang quasi fest gebucht. Schon in den nächsten Monaten geht’s ins Tonstudio.
Heiming:
Was hat die Profis so begeistert?
Apfelbeck:  Dass deutlich wird, mit welcher Freude der Chor bei der Sache ist. Die Schüler singen druckvoll und mit großer Power. Bömmel und die anderen haben mir versichert, dass sie das selten erlebt hätten. Das ist für uns alle natürlich ein unglaublicher Motivationsschub.
Heiming:
Gibt’s auch bleibende Erinnerungen?
Apfelbeck:  Reihenweise Autogramme und einen Film, der in Leverkusen gedreht wurde und den alle Mitwirkenden auf DVD bekommen.

Samstag, 09. Dezember 2006 | Quelle: Rheinische Post